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Bauvorhaben am Riedberger Horn – der Alpenplan ist in Gefahr

Neue Erschließungspläne

Riedberger Horn soll als Vorbild für Oberösterreicher Skigebiet dienen

Dass die aktuellen Pläne zum Bau neuer Skianlagen am Riedberger Horn ein Präzedenzfall für weitere ähnliche Vorhaben sein können, zeigt sich bereits jetzt: Am oberösterreichischen Warscheneck (2388 m) soll zum Bau von Skianlagen eine Fläche aus dem Naturschutzgebiet herausgenommen werden; als Vorbild und Beweis für die Machbarkeit soll explizit das Riedberger Horn dienen.

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"Politischer Skandal"

Bayerisches Kabinett ändert den Alpenplan im Eiltempo

Erst am 22. März endete die Frist für Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger gegen die Änderung des Alpenplans. Dem Vernehmen nach sind etwa 4000 Stellungnahmen eingegangen. Aber gerade einmal drei Arbeitstage nach diesem Fristende hat das bayerische Kabinett die Änderung am 28. März durchgepeitscht, um den Ausbau des Skigebiets am Riedberger Horn in einer streng geschützten Zone zu ermöglichen.

Pressemitteilung der Naturschutzverbände...

Allianz für den Alpenplan

Weitere Verbände lehnen die Bauvorhaben am Riedberger Horn vehement ab.

Pünktlich zum Ende der Einspruchsfrist gegen die Änderung des bayerischen Alpenplans und damit gegen die geplante Skischaukel am Riedberger Horn hat sich eine Allianz der Verbände der bayerischen Städtebauer, Landesplaner und Architekten sowie Heimatpfleger sowie die Akademie Ländlicher Raum ebenfalls klar gegen das umstrittene Projekt ausgesprochen.

Artikel der Süddeutschen Zeitung...


Mehrheit ist gegen Skischaukel

Repräsentative Umfrage des LBV: 80 % der Bayern gegen Skischaukel

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat eine Emnid-Umfrage in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse jetzt vorliegen: Demzufolge spricht sich eine Mehrheit von 80 % der bayerischen Bevölkerung gegen den Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn aus. Sogar 91 % der Befragten befürworten den Erhalt des bayerischen Alpenplans ohne Ausnahmen.

zu den Umfrageergebnissen...

Resolution des DAV

Sektionen fordern: Der Alpenplan muss Bestand haben!

Auf Initiative der DAV-Sektionen München und Oberland und weiterer Sektionen wurde auf der DAV-Hauptversammlung 2016 in Offenburg eine Resolution zum durch das Bauprojekt am Riedberger Horn gefährdeten Alpenplan beschlossen. "Die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins fordert die Bayerische Staatsregierung auf, den Alpenplan zum Schutz des bayerischen Alpenraums nicht zu verändern!" Delegierte aus 355 DAV-Sektionen stimmten diesem klaren Appell mit einem langen Applaus zu.

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Weitere aktuelle Meldungen

+++ Akademie für Raumforschung und Landesplanung stellt der Argumentation der Staatsregierung ein vernichtendes Urteil aus +++

+++ Neue Studie des Biologen Alfred Ringler thematisiert die Landschaftsveränderungen des Massenskibetriebes der letzten Jahrzehnte +++

+++ Das Beteiligungsverfahren zur Änderung des Alpenplans wurde eingeleitet, der Verordnungsentwurf und die Begründung mit Umweltbericht stehen online +++

+++ Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf stellt sich mit Bekenntnis zum Alpenplan gegen Seehofer und Söder +++

+++ Mountain Wilderness verleiht Heimatminister Markus Söder wegen seiner Befürwortung des Ausbaus am Riedberger Horn den "Bock des Jahres" +++

+++ Rede des Filmemachers Dieter Wieland anlässlich der Verleihung der Bayerischen Verfassungsmedaille am 9.12.16 im Bayerischen Landtag +++

+++ Radiosendung "Tagesgespräch" zum Riedberger Horn im Bayern-2-Podcast +++

+++ Bayerisches Kabinett folgt den Plänen von Heimatminister Söder zur Änderung des Alpenplans – Position der CIPRA-Verbände +++

 



Hintergründe

Das Riedberger Horn im Winter
Das Riedberger Horn vom Dreifahnenkopf

Bauvorhaben am Riedberger Horn

Kern der aktuellen Debatte ist der Plan, das unter Schutz stehende Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen mit einer Liftschaukel zu bebauen.

Dieses Bauvorhaben – ursprünglich initiiert von den bisherigen Liftbetreibern, einem Familienbetrieb in Balderschwang, und den Anteilseignern der Grasgehrenlifte – wird von der Mehrheit der CSU-Politiker wie auch seitens des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer unterstützt. Dementsprechend plant die Bayerische Landesregierung eine Auflockerung des Alpenschutzplanes, unter dem die Bebauung des Riedberger Horns mit Skiliften rechtlich bisher noch unzulässig war.

Die Bürger von Balderschwang und Obermaiselstein waren am Sonntag, 18.09.2016 aufgerufen, in einer Bürgerbefragung ihre Meinung zum Bau der der Verbindungsbahn zwischen den beiden Skigebieten am Riedberger Horn zu äußern. Für den Zusammenschluss stimmten in Obermaiselstein 68,3 %, in Balderschwang 85%. Sollte die Bayerische Staatsregierung nun tatsächlich den Alpenplan ändern, so nimmt sie das Votum von 0,001 % der bayerischen Bürger zum Anlass, ein landesweit gültiges Gesetz zu ändern.

Das Riedberger Horn könnte zu einem Präzedenzfall werden und viele weitere Erschließungen in den bayerischen Alpen nach sich ziehen. An den Wünschen der Touristen gehen solche Pläne vorbei: In einer aktuellen Umfrage am Riedberger Horn sprechen sich rund drei Viertel der Bergsportlerinnen und Bergsportler gegen die dortigen Erschließungspläne und für eine unverbaute Landschaft aus (Ergebnis der Befragung).

Nach dem Bürgervotum ist die Staatsregierung wieder am Zug. Sie steht in der Pflicht, geltendes bayerisches, nationales und europäisches Recht einzuhalten und umzusetzen. Das steht den Erschließungsplänen am Riedberger Horn allerdings diametral entgegen. Spätestens vor Gericht ist also mit einer Ablehnung des Vorhabens zu rechen.

Aktion: Rettet das Riedberger Horn!

In den Servicestellen finden Sie unsere Aktions-Postkarten und Sticker mit der Aufforderung, das Bauvorhaben am Riedberger Horn zu stoppen.

Fordern auch Sie von der Bayerischen Staatsregierung "Finger weg vom Alpenplan – rettet das Riedberger Horn!" und schicken Sie als Ausdruck Ihres Protests die Postkarte an den Ministerpräsidenten!

Von einem massenhaften Briefeingang dieser Art in der Staatskanzlei allein können wir uns zwar kein Umdenken der betreffenden Minister erhoffen, wohl aber eine gewisse Aufmerksamkeit.



Eingriff in Zone C des Alpenplans

Die ökologischen Probleme des Bauvorhabens in Kürze:

Vergleichen Sie hierzu auch die Presseerklärung der Naturschutzverbände.

Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang auch die Präzedenzfallwirkung, die im Falle einer Umsetzung von dem Bauvorhaben ausgehen würde. Der Status der eigentlich durch nationale und internationale Gesetze geschützten Alpenplanzone C, die die Bebauung ausgewählter Flächenabschnitte im Alpenraum strikt verbietet, wäre mit dem Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn infrage gestellt.



Interessante Links


CIPRA

Dachorganisation gegen das Riedberger Horn

Unter CIPRA als Dachorganisation vereinen sich viele Umweltverbände, um gegen die Skischaukel am Riedberger Horn vorzugehen.

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Weitere Partner

Verein zum Schutz der Bergwelt e. V.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt e. V. fordert seine Mitglieder auf, einen persönlichen Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer zu schreiben, in dem sie ihre Sorge um die Erhaltung von Riedberger Horn und Alpenplan ausdrücken sollen. Je mehr Bürger schreiben, desto besser!

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Weitere Partner

Bund Naturschutz Bayern

Auch der Bund Naturschutz ist beteiligt. "Nur aufgrund des Alpenplanes hat die Landschaft in den Bayerischen Alpen ihren ursprünglichen Charakter bewahren können", sagt Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern.

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