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Der Alpenplan ist in Gefahr

 

+++ Radiosendung "Tagesgespräch" zum Riedberger Horn im Bayern 2-Podcast +++

+++ Bayerisches Kabinett folgt den Plänen von Heimatminister Söder zur Änderung des Alpenplans – Position der CIPRA-Verbände +++

 


Resolution des DAV

Sektionen fordern: Der Alpenplan muss Bestand haben!

Auf Initiative der DAV-Sektionen München und Oberland und weiterer Sektionen wurde auf der DAV-Hauptversammlung 2016 in Offenburg eine Resolution zum durch das Bauprojekt am Riedberger Horn gefährdeten Alpenplan beschlossen. "Die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins fordert die Bayerische Staatsregierung auf, den Alpenplan zum Schutz des bayerischen Alpenraums nicht zu verändern!" Delegierte aus 355 DAV-Sektionen stimmten diesem klaren Appell mit einem langen Applaus zu. mehr...

Hendricks gegen Skischaukel

Bundesumweltministerin spricht sich gegen das Projekt aus

In ihrem Abschluss-Statement zur Alpenkonferenz der acht Alpenstaaten und der EU in Grassau am 13.10.16 ließ Bundesumweltministerin Babara Hendricks  keinen Zweifel daran, dass sie selbst das Projekt einer Skischaukel am streng geschützten Riedberger Horn für einen Verstoß gegen die Alpenkonvention hält. Jedoch betonte sie, dass zunächst die Bayerische Staatsregierung prüfen müsse, ob der Bau einer Skischaukel in der Schutzzone C mit der Alpenkonvention vereinbar sei.

Warnung vor Rechtsbruch

CSU-Umweltpolitiker gegen Bebauung des Riedberger Horns

"Mit einem einseitigen Eingriff in die Kernzone des Alpenplans bricht Bayern internationales Recht", schreibt der CSU-Umweltarbeitskreis in seiner Resolution, die am 23.10.16 bei seiner Landesversammlung verabschiedet wurde. Sie warnt die Regierung von Ministerpräsident Seehofer vor einem Rechtsbruch und fürchtet um die Glaubwürdigkeit der Entscheidung.



Hintergründe

Das Riedberger Horn im Winter
Das Riedberger Horn vom Dreifahnenkopf

Bauvorhaben am Riedberger Horn

Kern der aktuellen Debatte ist der Plan, das unter Schutz stehende Riedberger Horn in den Allgäuer Alpen mit einer Liftschaukel zu bebauen.

Dieses Bauvorhaben – ursprünglich initiiert von den bisherigen Liftbetreibern, einem Familienbetrieb in Balderschwang, und den Anteilseignern der Grasgehrenlifte – wird von der Mehrheit der CSU-Politiker wie auch seitens des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer unterstützt. Dementsprechend plant die Bayerische Landesregierung eine Auflockerung des Alpenschutzplanes, unter dem die Bebauung des Riedberger Horns mit Skiliften rechtlich bisher noch unzulässig war.

Die Bürger von Balderschwang und Obermaiselstein waren am Sonntag, 18.09.2016 aufgerufen, in einer Bürgerbefragung ihre Meinung zum Bau der der Verbindungsbahn zwischen den beiden Skigebieten am Riedberger Horn zu äußern. Für den Zusammenschluss stimmten in Obermaiselstein 68,3 %, in Balderschwang 85%. Sollte die Bayerische Staatsregierung nun tatsächlich den Alpenplan ändern, so nimmt sie das Votum von 0,001 % der bayerischen Bürger zum Anlass, ein landesweit gültiges Gesetz zu ändern.

Das Riedberger Horn könnte zu einem Präzedenzfall werden und viele weitere Erschließungen in den bayerischen Alpen nach sich ziehen. An den Wünschen der Touristen gehen solche Pläne vorbei: In einer aktuellen Umfrage am Riedberger Horn sprechen sich rund drei Viertel der Bergsportlerinnen und Bergsportler gegen die dortigen Erschließungspläne und für eine unverbaute Landschaft aus (Ergebnis der Befragung).

Nach dem Bürgervotum ist die Staatsregierung wieder am Zug. Sie steht in der Pflicht, geltendes bayerisches, nationales und europäisches Recht einzuhalten und umzusetzen. Das steht den Erschließungsplänen am Riedberger Horn allerdings diametral entgegen. Spätestens vor Gericht ist also mit einer Ablehnung des Vorhabens zu rechen.

Aktion: Rettet das Riedberger Horn!

In den Servicestellen finden Sie unsere Aktions-Postkarten und Sticker mit der Aufforderung, das Bauvorhaben am Riedberger Horn zu stoppen.

Fordern auch Sie von der Bayerischen Staatsregierung "Finger weg vom Alpenplan – rettet das Riedberger Horn!" und schicken Sie als Ausdruck Ihres Protests die Postkarte an den Ministerpräsidenten!

Von einem massenhaften Briefeingang dieser Art in der Staatskanzlei allein können wir uns zwar kein Umdenken der betreffenden Minister erhoffen, wohl aber eine gewisse Aufmerksamkeit.



Eingriff in Zone C des Alpenplans

Die ökologischen Probleme des Bauvorhabens in Kürze:

Vergleichen Sie hierzu auch die Presseerklärung der Naturschutzverbände.

Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang auch die Präzedenzfallwirkung, die im Falle einer Umsetzung von dem Bauvorhaben ausgehen würde. Der Status der eigentlich durch nationale und internationale Gesetze geschützten Alpenplanzone C, die die Bebauung ausgewählter Flächenabschnitte im Alpenraum strikt verbietet, wäre mit dem Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn infrage gestellt.



Interessante Links

Ergebnisse der Pressekonferenz zum Riedberger Horn

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, den 16. September in München bezogen die Naturschutzverbände klar Position zu den Bauplänen der Landesregierung und zur Bürgerbefragung, die am 18. September in den Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein durchgeführt wurde.

Link zur Presseerklärung


CIPRA

Dachorganisation gegen das Riedberger Horn

Unter CIPRA als Dachorganisation vereinen sich viele Umweltverbände, um gegen die Skischaukel am Riedberger Horn vorzugehen.

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Weitere Partner

Verein zum Schutz der Bergwelt e. V.

Der Verein zum Schutz der Bergwelt e. V. fordert seine Mitglieder auf, einen persönlichen Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer zu schreiben, in dem sie ihre Sorge um die Erhaltung von Riedberger Horn und Alpenplan ausdrücken sollen. Je mehr Bürger schreiben, desto besser!

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Weitere Partner

Bund Naturschutz Bayern

Auch der Bund Naturschutz ist beteiligt. "Nur aufgrund des Alpenplanes hat die Landschaft in den Bayerischen Alpen ihren ursprünglichen Charakter bewahren können", sagt Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern.

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