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Die Besteigung der Zugspitze durch das Höllental 1876

Berichtbuch 1876 des TAK
Die erste Seite des Originalberichts
Franz Tillmetz: Bericht über die [erste touristische] Besteigung der Zugspitze durch das Höllenthal und vom Höllenthalferner aus (26. September 1876)

Quelle: Sektion Turner-Alpen-Kränzchen des Deutschen Alpenvereins e. V.; aus dem Turner-Alpen-Kränzchen-Berichtbuch von 1876.

 

Im vorigen Monat unternahmen die beiden Führer Joh. & Jos. Dengg v. Garmisch zum ersten Male den Anstieg v. Höllenthalferner aus auf das Signal der Zugspitze etc., was ihnen bei dem damaligen günstigen Wetter u. den schneefreien Wänden von der Diensthütte am Höllenthalboden bis zur Spitze in ca. 6 Stunden gelang. Nachdem nun die Möglichkeit einer Ersteigung von da aus gegeben war u. hauptsächlich auf die Abkürzung des Weges um volle 2 Stunden, durch die Herstellung eines Überganges am sogenannten Brett, eine Wand an der nördlichen Riffelspitze, aufmerksam gemacht wurde, so war diese Sache in letzterer Zeit öfter ein Gegenstand eingehender reiflicher Besprechung u. es handelte sich nun um die Frage, ob u. in welcher Weise die Parthie durchführbar sei, sowie um die Aufgabe zu prüfen, ob hiezu mehr oder weniger Geldopfer erforderlich wären u. ob es überhaupt lohnend sei, einen allgemeinen Anstieg für Touristen herzustellen.

Angespornt zur Prüfung der Sache sah sich auch unser verehrter Vorstand H. Böcklein veranlaßt, vor einigen Wochen eine Parthie in's Höllenthal zu machen u. den Sachverhalt in's Auge zu fassen. Derselbe hatte leider das Mißgeschick, sich in winterliches Schneegestöber versetzt zu fühlen u. mußte sein Project dahin ändern, sich vom Höllenthalboden aus über die Riffel abwärts zum Eibsee zu begeben und sich mit der Erklärung der beiden verschiedenen Anstiege der Gebr. Dengg u. des Rauch v. Ehrwald zu begnügen.

Ich komme nun kurz zur Parthie selbst, indem ich mir erlaube, die Ermittlung der fraglichen Punkte hiemit durch eine einfache wahrheitsgetreue Schilderung der gemachten Erfahrungen zur Kenntnis zu bringen u. ersuchen möchte, dieselben keinem zu strengen Urtheile unterziehen zu wollen.

Am 23ten September Abends 6 ½ Uhr fuhr ich mit der Bahn nach Weilheim u. von da mit dem Postwagen nach Partenkirchen, wo ich um 5 Uhr Morgens ankam u. mich bis 6 Uhr einstweilen in der Wirthsstube der Post aufhielt, bis sich die dienstbaren Geister sehen ließen u. das Frühstück verabreichten. Ich suchte sodann meinen Freund Bernh. Johannes, Hofphotograph, Partenkirchen auf u. da bei ihm des Abends Besuch auswärtiger Forstleute u. Freunde v. Immenstadt u. Schwangau war, die sich bis zur Morgenstunde 3 Uhr bei ihm auf's Höchste erheiterten, so konnte ich nicht verlangen, daß mir sobald aufgewartet wurde u. verharrte bis dahin gerne von seinem so günstig gelegenen Anwesen aus, beim Anblick der bekannten reizenden Landschaft in prachtvoller Morgenstimmung.

Mit Freuden erfuhr ich, daß auch mein Freund Franz Johannes z. Z. anwesend sei u. es bedurfte später keiner besonderen Überredung, ihn zur Theilnahme an der Parthie zu veranlassen.

Wir wollten nun des Sonntags noch in's Höllenthal kommen, weßhalb ich mich um 11 Uhr nach Garmisch begab, die beiden Führer Dengg aufzusuchen u. mich mit denselben über die Sache zu besprechen. Nach kurzer Verabredung bestellte ich dieselben bis 2 Uhr Nachmittags zu Johannes, während ich mich inzwischen auf der Post Partenkirchen auf einige Tage verproviantierte.

Die Führer erschienen pünktlich, allein das Wetter zeigte sich sehr bedenklich, da es besonders zu schwül war, daß es nach schnellem Berathen vorgezogen wurde, die Parthie bis morgen 10 Uhr zu verschieben, wenn die Witterung es gestatte.

Wir vergnügten uns nun des Nachmittags in Graseck & Bernhard Johannes versprach, sich an der Parthie in's Höllenthal u. in's Matheisenkar zu betheiligen u. gleichzeitig auf Gemse zu bürschen. Zwischen 4 – 6 Uhr kamen große Gewitterregen u. wir waren froh, uns nicht unterwegs zu befinden. Des anderen Tages am 25. Sept. 11 Uhr, vollständig mit den nöthigen Utensilien u. Allem ausgerüstet, brachen wir von Partenkirchen auf, kamen um 11 ¾ Uhr nach Hammersbach, um 12 Uhr nach Ober-Grainau, wo wir als Unterlage ein kleines Mittagsmahl einnahmen u. von da ab um 1 ¼ Uhr gelangten wir durch den Stangenwald, der sich ziemlich steil aufwärts zieht, über den Stangenweg, Höllenthalklammbrücke u. Klammsteg zur Diensthütte am Anger, oder Höllenthalboden um 4 ¼ Uhr Nachmittags. Der Weg bis hieher bietet schon ungemein viel Abwechslung u. ist namentlich dem Einblick in die Höllthalklamm, sowie die Aussicht in der Richtung nach Murnau vom Stangenweg aus, welcher unmittelbar an den schroffen Wänden des Waxenstein angebracht ist, interessant u. großartig.

Wir machten uns nun in der Diensthütte bequem, während sich Bernh. Johannes u. ein Führer zur Gemsbürsch anschickten, letzterer um Zuzutreiben den ganzen Höllenthalboden ausging, ohne auch nur ein Stück anzutreffen u. Ersterer inzwischen hoch oben an einem sogenannten Wechsel vergebens Posto gefaßt hatte. Mit Eintritt der Dunkelheit zurückgekehrt wurde nun menagiert Suppe, Fleisch, Kartoffel u. zuletzt Thee u. es war in dem Quartier beim Feuer ganz behaglich, während es draußen kalt u. windig war u. man in diesem imposanten wolfsschluchtähnlichen Thale nur das Rauschen der Sturzbäche hörte u. in finsterer Nacht beim Anblick der rothen Feuerstrahlen, die aus den Lücken der Hütte erglänzten, nur den Samuel [wahrscheinlich ist damit der Spitzname von Michael Trenkl gemeint – siehe Zugspitz-Gipfelbuch von 1853; Anm. v. Bernd Rost] vermißte.

Vor Tages Anbruch, die Nacht verlief mit Ausnahme einiger Regengüsse ruhig u. es war mehr Aussicht auf günstige Witterung vorhanden, als das Gegentheil; um 5 ½ Uhr Morgens gingen Bernh. Johannes u. ein Führer voraus, um ungestört der Lust der Jagd zu fröhnen, während wir drei 1/3 Stunde später nach eingenommenem Thee nachfolgten.

Es wäre vom Höllenthalboden aus auch eine Abkürzung des Wegs durch directen Aufstieg in's Grieskar möglich, was wir den Führern vorschlugen, allein dieselben setzten eine große Schwierigkeit voraus, durch den oben auslaufenden Kamin zu gelangen u. wir unternahmen daher die projektierte Route über das Matheisenkar, das wir im Jägersteig steil aufwärts, ganz behutsam, um die Jagd nicht zu stören, um 7 Uhr Morgens erreichten. Dieses Kar, welches wie das Grieskar v. der Alpspitze u. dem Höllenthalkopf ausmündet, bildet eine weite, mit Latschen bewachsene Thalmulde u. ist ein Hauptaufenthaltsort für das Wild.

Nach dem ersten u. zweiten Schuß zählten wir Rudel v. 15 u. 18 Stück Gemsen, die den Sandreißen entlang aufwärts steuerten. Nach ¾stündigem Aufenthalte, die der Zeitdauer im Ganzen abzurechnen sind, obgleich wir gerne noch einige Stunden Zuschauer der Gemsbürsch gewesen wären, deren Reiz nicht zu verkennen ist, verließen wir Freund Bernh. Johannes u. setzten unser Unternehmen weiter fort. Wir überschritten nun den ersten Grat, in's Grieskar einblickend u. sahen in dieser wilden, unbewachsenen Steinmauer ein hübsches Stück Arbeit vor uns, das steile Geröll & die schroffen Wände ab u. drüben wieder aufwärts zu gelangen, was keines Wegs leicht u. ohne Klettern nicht zu vollführen war, da mehrere Stellen große Vorsicht erforderten.

Um 8 Uhr befanden wir uns auf dem Fernergrat u. von da abwärts um 8 ½ Uhr auf dem Schneeferner selbst. Das Wetter zeigte sich im Allgemeinen nicht ungünstig, obgleich ein eisiger scharfer Wind nicht zur Annehmlichkeit beitrug; dagegen wurden die Nebel immer rasch aus ihrer Lage getrieben u. es zeigte sich der ganze, höchst interessante Gebirgszug v. der Alp- bis zur Zug-Spitze, sowie rechts bis zu den Riffelspitzen meistens frei, aber auch in einem schönen, silbernen Schneekleide. Der Schneeferner, welcher sich bis zur Erhebung des Grieskars schon erstreckt, hat eine bedeutende Länge u. Breite, wie wir es nicht erwartet hatten.

Wir begannen nun die Schneeparthie, der Firn erhebt sich in geringer Steigung u. durch den Neuschnee brachen wir durchschnittlich 1 – 1 ½ ' [der Apostroph bezeichnet wahrscheinlich die Maßeinheit Fuß; Anm. v. Bernd Rost] mit jedem Schritt ein, beim Einstoßen des Bergstockes erreichte das Maß der Schneetiefe über 2/3 Theil desselben. Um 9 Uhr kamen wir zu einem großen Felsblock, wo wir Schutz suchten, um dem, inzwischen zum Sturme ausgearteten Schneewinde einige Minuten zu parieren u. um uns mit Wein, Brod u. Eier zu stärken; ein Hut des Führer's suchte das Weite, nachdem er ihn wieder erhaschte, wurden die Hüte angebunden u. mußten die Gipfelhauben als Kopfbedeckung dienen.

Von unserm Standpunkte aus, hatten wir nun die fragliche Übergangsstelle am Brett vor uns u. es ist zu constatieren, daß bei Sprengung eines sicheren Weges, was vielleicht einen Kosten-Aufwand v. 3 – 500 Mark erfordern dürfte,die Stelle in ca. ¼ Stunde begangen werden könnte, wodurch nicht nur die 2 Stunden zum Übergang ins Matheisen- & Gries-Kar erspart würden, sondern auch auf der rechten Seite, längs der Riffel theils zuerst Grasflecke, theils Geröll- u. Sandreißen viel leichter u. schneller als Schnee zu paßiren wären.

Um 10 ¼ Uhr hatten wir die Gletscherspalte des Ferners zu passieren, dieselbe ist ca. 150 ' lang u. ca. 10 – 14 ' breit, die Tiefe mag stellenweise 50 – 100 ' betragen. Nur links ist dieselbe, ca. 18 ' breit, gegenwärtig zu umgehen gewesen, während sie rechts hart an der Felswand angrenzt, wo unser Anstieg um 10 ½ Uhr unternommen wurde, nachdem wir der ganzen Spalte entlang, oben bei ziemlicher Erhebung vorsichtig vordrangen.

Der Anfang war schon kritisch genug, wie wird das noch weiter kommen; es ist schauerlich aufwärts zu blicken, im Bewußtsein, was noch zu leisten ist, ebenso in die Tiefe zu schauen u. zu denken, ein einziger Thaltritt oder ein Ausgleiten läßt uns direct in der Gletscherspalte verschwinden. Es wechseln Risse, Kamine u. Wände, hinauf muß es gehen, aber wie langsam u. bedenklich! Alles ist eisig u. es erfordert jeder Tritt die Eishacke, um uns in den Stufen vorwärts zu bringen.

Inwischen fielen Nebelstriche ein, nachdem wir kurz vorher noch die herrlichste Fernsicht bis über den Starnberger See hinaus genossen hatten u. dieser Vorfall hatte leider zur Folge, daß die Führer zuweit rechts stiegen u. wir somit der bisherigen Sicherheit beraubt waren, wenigstens auf der richtigen Fährte zu sein.

Die gefährlichsten Positionen der senkrecht abstürzenden Felsen sowohl an den mit Eis bedeckten Rinnen waren zu überwinden u. es erforderte alle Kaltblütigkeit u. Ausdauer, sowie festes sicheres Zusammengreifen aller, um einem Unfall zu entgehen, umsomehr als am vorletzten Vorsprung gerade in einer sehr steilen Lage dem Joh. Dengg das Eisbeil wegen erstarrter Finger aus der Hand u. in die Tiefe fiel.

Auf diese Hilfe war genommen, nachdem schon tausende v. Stufen gehauen waren u. es mußte nun der Bergstock u. die Schuhspitzen als Ersatz dienen. Endlich u. endlich zeigte sich nach Ersteigung des östlichen Grats, der auf beiden Seiten u. namentlich gegen das Östereichische Kar schauerlich abfällt u. kaum 1 – 1 ½ ' breit ist, die Aussicht, zum Ziele zu gelangen, allein dem Sturme war am Grat unmöglich zu begegnen, denn es war hier, als wenn alles Ungestüm der Hölle emporsteigen wollte, ein furchtbares Geheul in allen Tonarten, durch den Anprall des Sturmes erzeugt, erhöhte den grausigen Einblick in die Tiefe.

Der Eibsee lag gleichsam unter unseren Füßen, während gegenüber die abstürzenden Wände u. die Zacken des österreichischen Kars majestätisch aus den leichten Nebel-Wolken hervorragten. Es war nun ein Weiterkommen am Grat absolut unmöglich u. es mußte wohl oder übel wieder längs den Wänden fortgekrochen werden, auf u. abwärts, bis wir um 2 ¼ Uhr Mittags das Signal, die höchste Spitze, glücklich erreichten.

Dasselbe bot einen winterlichen Anblick dar, es war mit langen Reiffransen u. Eiszapfen geschmückt u. das Brettchen, worauf einige Namen durchschienen, war mit dickem glatten Eis bedeckt. Ein Aufenthalt konnte hier nicht stattfinden, aus vorher geschilderter Ursachen, auch war keine Zeit zu verlieren, da die Führer bemerkten, daß man bis zur Kreuzspitze eine Stunde gebrauche.

Also frisch weiter! Allein bald mit bedenklicher Miene noch am ärgsten angekommen, es ist ein ca. 100 ' tiefer Kamin vor uns, dem wir unser Leben anvertrauen müßen. So gefährlich als immer, es muß geschehen, da wir anders nicht zurückkönnen, der Kamin war voll Eis, jeder kleine Felszacken, der zum Anhalten dienen muß, eisig u. glatt. Nun hieß es an's Seil, ein Führer vorwärts, dann T. u. dann J. u. zuletzt der 2te Führer, der uns alle drei nothfalls zu halten hätte u. zu dem Behufe sich an sicherer Stelle mit Armen u. Füßen einspreizte. So gings behutsam u. langsam senkrecht abwärts, einer hatte dem Andern zu helfen & ihn zu halten u. somit ist es auch erklärlich, daß wir trotz unaufhörlichen Arbeitens statt in 1 Stunde erst in 1 ½ Stunden u. zwar um 3 ¾ Uhr am Kreuz anlangten.

Da wir hier das Album oder Fremdenbuch nicht vorfanden, so verzeichneten wir das Unternehmen mit schwarzer Farbe auf eine Steinplatte unterhalb des Kreuzes u. labten uns ein wenig mit Wein u. Fleisch. Die Kälte war hier sehr empflindlich u. leider daß die Sonne nur spärlich dem Nebel die Oberhand abgenommen u. nicht ganz zum Durchbruch kam, um uns durch den Genuß einer Fernsicht für die mühevolle Arbeit zu belohnen.

Wir verließen nun um 4 ¼ Uhr den höchsten Punkt unserer bayerischen Alpen, vollständig starr vor Kälte, es hatte über 3 °R. unter Null, um rasch möglichst abzusteigen, allein auch hier bot sich noch schwieriges Weiterkommen, da der Sturm mit solcher Heftigkeit auftrat, daß namentlich die Übergänge über den Grat & dem Kamin, die ebenso beeist waren, festes besonnenes Anhalten nöthig machten, um nicht weggeblasen zu werden.

Welch ein wohlthuendes Gefühl für alle, auf der großen Sandreiße dem Luftdrucke endlich etwas entrückt gewesen zu sein u. hier sollten wir noch obendrein mit einem herrlichen Panorama überrascht u. entschädigt werden. Die ganze Kette der Ötztahler & Stubaier & rechts im Winkel der Habicht, Ortelesspitze etc. lag frei vor uns u. zwar in einer Abendbeleuchtung, wie es selten wahrgenommen werden dürfte. Die Ferner erglänzten theils blau, theils gelb u. röthlich u. wenn man es überhaupt beschreiben will, so wechselten die verschiedenen Farbentöne wetteifernd mit einander, dem Ganzen einen regenbogenartigen Hauch verleihend.

Der projektierte Abstieg durch's Schneekar, welcher uns am selben Tage nach Partenkirchen zurückgebracht hätte, mußte in Folge der Witterung, der vorgerückten Tageszeit leider unterbleiben, so daß wir im raschesten Tempo über das Schneefeld u. dem bekannten Wege zur Knorrhütte eilten u. derselben etwas von 6 Uhr unsern Besuch machen konnten.

Hier fanden wir solche schon von sechs Touristen u. 3 Führern in Beschlag genommen, doch war auch für uns reichlich Platz u. an Unterhaltung u. Lebensstärkung fehlte es auch nicht; nun beherrschte die ersteren ein Mißvergnügen u. eine Ungeduld, den zweiten Tag vergebens hier zugebracht zu haben & so wenig Hoffnung zu finden, morgen die Spitze endlich ersteigen zu können.

Wie die bisherigen Tage regnete u. stürmte es die Nacht hindurch fast ununterbrochen u. nachdem wir um 7 Uhr Morgens bei Regen den Abstieg begannen, kehrten auch die Übrigen eine Stunde später unerreichter Dinge zurück. Um 8 ¼ Uhr waren wir bei der blauen Gumpe, um 10 ¾ Uhr in Graseck, wo das Mittagessen später eingenommen wurde & gegen Abend, bei immer sich besserndem Wetter kehrten wir wohlbehalten nach Partenkirchen zurück.

Nachdem nun aus meiner Mittheilung zu ersehen ist, daß die Tour an u. für sich keine leichte ist, so dürfte es auch nach unserm Dafürhalten kaum lohnend sein, sich zur Herstellung eines gangbaren Weges großen Kosten zu unterwerfen, da er kaum eine Touristenparthie werden dürfte. Wer klettern will, kommt auch so hinauf, nur wünsche ich niemandem, gleichzeitig mit solchen Witterungsverhältnissen kämpfen zu müssen, wie bei uns.

[Mündlicher Bericht TAK 28. September 1876, schriftlicher Bericht TAK 5. Oktober 1876]

 

Biographisches:

Franz Tillmetz: Sektion TAK (Turner-Alpen-Kränzchen) des DAV: Mitglied vor 1877–1886, 2. Schriftführer 1877, TSV 1860 München: Mitglied, 2. Schriftführer 1860–1861, 1. Schriftführer 1862–1864, Sektion München des DAV: Mitglied.

Bernhard Johannes: Photograph, Meran / Partenkirchen, 1846–1899, Sektion TAK des DAV: Mitglied 1873, Ehrenmitglied 1873, Sektion Meran: Mitglied, Sektion Mittenwald des DAV: Gründungsmitglied 1874, Sektion München des DAV: Mitglied 1881.

Franz Johannes: +1899, Sektion TAK des DAV: Mitglied 1875, Sektion München des DAV: Mitglied.