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Hochalpin mit Kind und Kegel, oder: Die Münchner Familiengruppe am Hochschober in den Tauern 01.08.–05.08.2007

Am 1. August ging's los: Zum Auftakt der Sommerferien zogen 6 Erwachsene und 8 Kinder (von 7–14 Jahren) für 5 Tage in die Schobergruppe südlich des Großglockners in den Hohen Tauern. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe waren wir zu Beginn beim Besteigen des Zuges am Münchner Hauptbahnhof, als eingespieltes Team und wild entschlossen, ein solches Abenteuer jederzeit wieder zu wagen, kamen wir am Sonntagabend zurück. Alle hatten schon eine gewisse Bergerfahrung und eine ungefähre Vorstellung, welche Mixtur aus Plackerei und Glücksgefühlen den Wanderer am Berg erwarten können, und vor allem, wo jeder von uns in Kenntnis oder überraschender Entdeckung der eigenen Grenzen die Führung komplett an unseren Bergführer Bernhard Bauer abgeben muss.

Der Start in einer gewissen Höhe erzeugte gleich zu Beginn eine ferienhafte Stimmung, der Alltag war gründlich weit weg, die Natur war in über 2000 m Höhe noch großartiger, da weiträumiger, verlangte freilich vom ersten Schritt an auch mehr Respekt und Umsicht im Umgang mit ihr. Mit der Zettersfeldbahn sind wir auf 2300 m hoch gefahren und haben als Erstes das imposante Panorama genossen. Die etwas frischere Höhenluft nach der Gondelfahrt schnuppernd, meinte eines der Kinder gleich sehr fachkundig, die Luft wäre dünner hier oben. Im Nu waren die schwer bepackten Rucksäcke geschultert und wir stiefelten mit beschwingten Schritten los, da der Lienzer Höhenweg zu unserer Unterkunft insgesamt knapp 300 m bergab zu gehen versprach. Es war ein abwechslungsreicher Weg, mit großen Felsbrocken, mit lieblich idyllischen Wegabschnitten, wo man gerne länger verweilt hätte, wie auch mit anspruchsvolleren Stücken. Einen Bergbuckel nach dem anderen haben wir umrundet, manch Bächlein gekreuzt und waren schon am Ende des ersten Tages ganze 10 km gelaufen.

In den Bergen ist viel Platz, so dass jeder mal ein Stück alleine laufen oder sich zu anderen dazu gesellen konnte. Die „Großen" kamen vor lauter Konzentration auf den Weg innerlich zur Ruhe und die „Kleinen" konnten ihre Kräfte am Berg messen, endlich mal ein echter Gegner! Entlang der gemeinsamen Wege und über die Tage verteilt, lernte man sich in kurzen und langen Gesprächen kennen, alle möglichen Kombinationen ergaben sich ungezwungen, was gerade auch in der Familienkonstellation Entspannung bedeuten kann. Die Kinder waren grad' irgendwo anders, aber aufgehoben, man traf sie wieder, ohne suchen zu müssen; wie angenehm!

Unser Standquartier war die Lienzer Hütte. Da man für 5 Tage trotz Hütteneinkehr eine Menge Verpflegung für unterwegs mitnehmen muss, war ein festes Quartier von großem Wert. Das Gewicht der Rucksäcke hätte sonst den Spielraum der Tagesrouten ganz schön eingeschränkt. Für den ersten Weg zur Lienzer Hütte hatten die Kinder auch einiges auf den Schultern, was fürs tägliche Wandern viel zu schwer gewesen wäre. Inzwischen haben wir erfahren, dass Kinder beim Wandern nicht mehr als 10 % ihres Körpergewichts tragen sollten. Von Anfang an haben wir uns bei dem sehr netten und fürsorglichen Hüttenwirtsehepaar Baumgartner- sie feierten 2006 ihr 20 jähriges Jubiläum- willkommen gefühlt, vor allem auch die Kinder. Mit ihren liebevoll gepflegten, schönen Lagern und Zimmern, mit ihrer guten Küche und mit ihrer zauberhaft hergerichteten Spielumgebung für Kinder kann man die Lienzer Hütte als ein echtes Refugium in dieser Gegend nur empfehlen. Auch sie hat deutlich zum Gelingen der Tour beigetragen.

Dank der örtlichen Wetterkenntnis unseres Hüttenwirts nutzten wir den strahlenden Sonnenschein des ersten Morgens auf seinen Rat hin für eine Tour zur Wagenitzseehütte. Los ging's: Erst ein gemütlicher Anfang mit kurzem Anstieg, dann kam ein langes, recht ebenes Stück oberhalb der Baumgrenze mit traumhaft weitem Blick. Nach mehreren kleinen Rastpausen folgte eine große vor dem Anstieg durch eine Scharte, die es so am ersten Tag für die meisten von uns in sich hatte. Der Blick vom Sattel auf das Ziel an der Hütte an zwei glasklaren, tiefen Hochseen trug uns dann auch über die letzte halbe Stunde bis zum warmen Essen. Am Abend wusste jeder, was er geleistet hatte. Auch wir „Großen" haben die für die „Kleinen" notwendigen Pausen oft dankbar angenommen, denn wir waren nicht gerade als trainierte Bergsteiger, sondern eher vom Schreibtisch weg aufgebrochen.

Der zweite Morgen empfing uns neblig; die Einheimischen kündigten jedoch die Auflösung der Wolken noch im Tagesverlauf an und so kam es auch. Wir waren sogar ganz dankbar für die gedämpfte Witterung, denn so nahmen wir keinen Gipfel, sondern den wunderbaren Naturlehrpfad vor der Tür mit seinen ausführlich beschilderten 10 Stationen in Angriff. Was wir nun entdeckten, war wirklich eine Märchenlandschaft wie bei den 7 Zwergen. Durch große runde Felsenbrocken, als hätten Riesen mit Murmeln gespielt, über moosbewachsene Steine, unter flechtenbehangenen Tannen, über wacklige Brückchen, durch sumpfige Stellen mit Naturölschimmer hier und da und mit Stegen zum Balancieren ging der Weg. Auf einmal zog unser Bernhard dann die Schuhe aus, krempelte die Hose hoch und stieg barfuß in ein kleines Moor. Nachdem er dort nicht versank, ließen sich die Kinder von dieser Abenteuerlust anstecken, rissen Schuhe und Socken runter und stiegen hinterher. Wie die Störche staksten sie fröhlich herum und die Zuschauer am Rande entspannten sich nach ein paar Minuten, da das moorige Gefühl an den nackten Füßen echt lustig zu sein schien und da wirklich keiner versank. Kurz vor Ende des Ausflugs drohte die Laufmoral der Jüngsten dann doch kurz Baden zu gehen. Doch keine Sorge: Wer wollte, folgte Bernhard querfeldein steil bergauf und bergab durch die würzigen Blaubeerbüsche. Im Handumdrehen war das Laune-Barometer wieder oben. So wild wie Pioniere unterwegs zu sein war toll, und so kamen die Ausreißer dann mit blauen Zungen und Händen, aber zufrieden und voller Spielpläne für draußen wieder an der Hütte an. Das gemütliche Tempo des zweiten Tages hat allen gut getan, obwohl wir auch an diesem Tag mit viel Kurzweil die ganze Zeit draußen gewesen und ein gutes Stück gelaufen waren. Ach ja, der lebendige kleine Frosch, das Murmeltiergerippe, die späte Berganemone und das hängengebliebene Holzschiff am kleinen Wasserfall sollten als Attraktionen an diesem Tag nicht vergessen werden.

Ganz nebenbei haben wir viel gelernt: (a) Dass Kinder rein körperlich ganz andere Bedürfnisse bei einer Bergtour haben als Erwachsene und dass diese um der Sicherheit willen ernst zu nehmen sind; (b) dass Bernhard als ausgebildeter Familienbergführer eine besondere Rettungsnummer des Alpenvereins in der Brusttasche trägt; (c) wie man aus zwei Anoraks und zwei Stöcken, auch Wanderstöcken, eine Trage baut, wenn einer nicht mehr laufen kann; (d) wie Erste Hilfe bei Sonnenstich, Hitzschlag, oder umgekehrt bei Unterkühlung aussieht; (e) mit welchen Übungen man nach der Rückkehr am Abend seinen abgekämpften Muskeln etwas Gutes tut, damit die Wohltat nach vollbrachter Anstrengung im Körper einziehen kann. Und nicht zuletzt auch die weise Einsicht, dass Jeder in jedem Alter im richtigen Tempo - das Bernhard in Kenntnis seiner Mannschaft streckenweise kompromisslos vorgegeben hat - jeden Berg hochkommt! - Dazu gehörte auch, dass unsere 3 Jugendlichen ab und an mit der Aufgabe und Verantwortung, die sie ja suchen, betraut wurden, ein Stück Weges in ihrem eigenen Rhythmus zu meistern und an einer fest vereinbarten Etappe auf die Gruppe zu warten. Das bedeutete, dass jeder ausreichend Trinken, etwas Essen und die Regenjacke bei sich haben musste. Und das fanden wiederum auch die Jüngeren schick und haben dann diese Grundausrüstung in ihren kleinen Rucksäcken übernommen. Vorbild färbt ab.

Wer mal „in den Seilen hing", ob Groß oder Klein, bekam unverzüglich die ganz individuelle Unterstützung unseres Bergführers, der eine große Palette an praktischen und theoretischen Hilfestellungen kannte. Wer schrecklich am Schnaufen ist, entdeckt ganz von selbst, was Trittsicherheit bedeutet; dass sie nämlich ökonomischer ist, weil jeder Fehltritt viel Kraft kostet. Auch Kinder können Trittsicherheit lernen, die dann auch Spaß macht, weil die Kräfte länger reichen und weil man so leichter Erster wird. Wenn's um die Kräfte ging, waren die Kinder übrigens meist nicht das Problem, muss man ehrlicherweise sagen. Und kaum hatten sie warmes Essen im Bauch, sind sie bei der allabendlichen Spielrunde wieder zu unerhörter Lebendigkeit erwacht.

Die 3. Tour führte schließlich zum Hochschobersee, der auch schon auf 2600 m und immer noch zu Füßen des zugehörigen Dreitausendergipfels liegt. Bei Sonne mit frischer Temperatur und inzwischen gut eingelaufen lief es sich so gut, dass wir aus dem Schwärmen über die Umgebung gar nicht mehr rauskamen. Diese karge Höhenlandschaft mit Brocken und Kieseln, mit den verschiedensten Moosen, kleinen Büschen und Blüten, mit Geplätscher und Wind um die Nase inspirierte die Kinder dann oben am Hochschobersee zur barfüßigen Kolonisierung von Steininseln. Die Leidenschaft der Jugend beim Spiel noch im Zug auf der Rückfahrt verlängerte das intensive Erlebnis einer differenzierten Gemeinsamkeit.

Bleibt noch der Schmaus bei der letzten Tour zurück zur Gondel zu erwähnen. Manche hatten nicht mehr viel, andere hatten eichhörnchenmäßig Vorräte bis zum Schluss gehortet und so wurde nun alles zusammen vernichtet, damit man die Schätze endlich nicht mehr schleppen musste. „Warum habe ich eigentlich Müll im Rucksack?" fragte unser Siebenjähriger dann beim Einpacken - auch eine Lektion genau im rechten Alter, warum man in den Bergen seinen Müll selber wieder mit nach unten nimmt.

Wer hat hier eigentlich von wem gelernt? Vielleicht ein bisschen jeder von jedem, das Alter spielt dabei keine Rolle; das wissen wir jetzt. Und das Geschenk am Ende der Tour: Neben einer angenehmen Müdigkeit ein Gefühl der Stärkung und Erholung für die „Großen", und für die „Kleinen" ein intensives Naturerlebnis mit viel Spaß, das alle künstlichen Spielangebote weit in den Schatten stellt. Aber nein! Das stimmt doch nicht: Wir haben doch alle Alles zusammen erlebt! Das war ja das Tolle: Es war ein Familienurlaub, bei dem jeder auf seine Kosten kam. Vielleicht ist das der Wert einer Familiengruppe, die in die Berge zieht. Die Kinder sind alle mindestens 10 Zentimeter gewachsen, und wir „Großen"? Na ja, Sport erübrigt sich vorläufig... Diese Tour in der Nachbarschaft hoher Berge hat unseren Hunger nach Erleben und neuen Erfahrungen gestillt (oder wieder geweckt?) - was kein Buch, kein Film, kein Video leisten kann. 5 Tage Bewegung und Draußensein lüften den Kopf und beflügeln den Tatendrang, so dass man dem Alltag danach ganz anders gegenübertreten kann.

P.S. „Große" und „Kleine" sind natürlich sehr relative Begriffe, denn die Berge sind ja immer noch größer als wir ...

Beatrice Schulz