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Touren rund um das Münchner HausCopyright C. Rolle, Holzkirchen, 2006

Touren an der Zugspitze sind generell hochalpine und sehr lange Unternehmungen mit Höhenunterschieden bis über 2200 Meter. Sowohl die ausgedehnte Wanderung durch das Reintal und über das "Platt" als auch die teilweise gesicherten Routen aus dem Höllental und aus dem Österreichischen Schneekar sind klassische alpine Unternehmungen. Selbst der einfachste Zugspitz-Gipfelaufstieg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Der "Jubiläumsgrat" sollte ausschließlich von konditionsstarken, routinierten Bergsteigern, die den II. Schwierigkeitsgrad der UlAA-Skala sicher beherrschen, begangen werden.

 

 

 

 

 

Koordinaten

UTM:    
32T
Ost: 0649738
Nord: 5253869  
Kartendatum: WGS84

Geografisch:

Längengrad: 10°59'06''

Breitengrad: 47°25'15''

Luftbild

Das Münchner Haus bei Google Maps

Talort

Garmisch-Partenkirchen (707 m), Hammersbach (758 m),

Obergrainau (760 m), Ehrwald (994 m)

Zugänge

Auffahrt mit den Zugspitzbahnen

- mit der Zahnradbahn (Garmisch, Grainau, Eibsee) zum Gletscherbahnhof "SONN ALPIN" und weiter mit der Gletscherbahn zum Zugspitzgipfel
- von Eibsee mit der Eibsee-Seilbahn zum Zugspitzgipfel
- mit der Tiroler Zugspitzbahn ab Ehrwald-Obermoos zum Zugspitzgipfel

 

Zugang 1:  Von Partenkirchen durch das Reintal, über Reintalanger- (1367 m) und Knorrhütte (2052 m)
Markierter AV-Weg Nr. 801. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Orientierungsvermögen erforderlich. Bis Gletscherbahnhof "SONN ALPIN" bei Übernachtungen auf Reintalanger- oder Knorrhütte für größere Kinder ab 10 Jahren geeignet. Dauer: 10–11 Std.

Skistadion Garmisch-Partenkirchen Partnachklamm (es fahren auch Pferdedroschken nach Wildenau zum Gasthof Partnachklamm) am Klammende bei Pavillon dem Wegweiser "Reintalangerhütte/Knorrhütte" folgen ab der Abzweigung in Richtung Kreuzeck schmaler Pfad neben Bach taleinwärts  dann Fahrstraße bis Ende weiter auf Pfad vorbei an Bockhütte (1052 m) zur Reintalangerhütte (1367 m)  in steilen Kehren hinauf zur Knorrhütte (2052 m) übers Zugspitzplatt zum Gletscherbahnhof "SONN ALPIN" (2576 m) entweder weiter mit der Gletscherbahn oder zum Schneefernerhaus (2656 m) über Südwestgrat (teilweise drahtseilversichert) zum Münchner Haus

 

Zugang 2: Von Ehrwald über Ehrwalder Alm (1502 m), Feldernjöchl (2040 m), Gatterl (etwa 2020 m) und Knorrhütte
Bis zur Knorrhütte unschwierige Wanderroute auf markierten AV-Wegen Nr. 801A, Nr. 815 und Nr. 801. Für den weiteren Weg über das Zugspitzplatt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Orientierungsvermögen erforderlich. Dauer: 6,5 Std. ab Ehrwalder Alm

Talstation der Ehrwalder-Alm-Bahn entweder mit der Tiroler Kabinenbahn oder zu Fuß (1,5 Std.) zur Ehrwalder Alm Pestkapelle Feldjöchl (2040 m) erst abwärts, dann steil hinauf zum Gatterl (2020 m) Abstieg übers "Platt" zur Knorrhütte Weiterweg siehe Zugang 1

 

Zugang 3: Von Obergrainau oder von Hammersbach durchs Höllental und über den Höllentalferner. Der klassische Zugspitzanstieg!
Großteils markiert. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Orien-tierungsvermögen sowie Klettersteigerfahrung sind erforderlich. Achtung: stellenweise Steinschlaggefahr durch Voraussteigende.
Ausrüstung: Klettersteig-Sicherheitsausrüstung, Eispickel, Steigeisen
Dauer: 8 Std.

Siehe Zugang 1 und 2/ Höllentalangerhütte (1381 m, 22,5 Std.) auf gutem Weg zum Talschluss  rechts aufwärts bis zu Wegteilung links zum drahtseilversichertem Steig durch Klamm Querung über versicherten  ausgesetzten Plattenschuss (das "Brett") links auf deutlichem Steig  vorbei am "Grünen Buckel" zum untersten Eisfeld des Höllentalferners steiler Anstieg etwa in Gletschermitte oberhalb der Querspalten nach rechts zur Randkluft über sie hinweg (bei starker Ausaperung nach links zur Umgehung, die Seile sind oft beschädigt!) auf Terrasse (3,54 Std.) den Sicherungen (Klammerreihe) folgen zuerst in die Irmerscharte (2660 m) dann weiter (im Frühsommer meist Schneeflanke!) zum Zugspitze-Ostgipfel  über Leiter und gesicherte Scharte zum Münchner Haus (2 Std.)

 

Zugang 4: Von Ehrwald über Wiener-Neustädter-Hütte (2213 m) und Österreichisches Schneekar
Markierter AV-Weg Nr. 801. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und gutes Orientierungsvermögen sowie Klettersteigerfahrung sind erforderlich. 
Achtung: stellenweise Steinschlaggefahr durch Voraussteigende.
Ausrüstung: Klettersteig-Sicherheitsausrüstung, Dauer: 5 Std.

Ehrwald-Obermoos (1228 m, Talstation der Tiroler Zugspitzbahn)  ehemalige Mittelstation der alten Tiroler Zugspitzbahn  gesicherter "Georg-Jäger-Steig" zur Wiener-Neustädter-Hütte (2,5 Std.) östlich ins Österreichische Schneekar und hinauf zur Zugspitze-Westflanke über versicherte schräge, überdachte Rampe („Stopselzieher") und geröllbedecktes Gelände hinauf zur Bergstation der alten Tiroler Zugspitzbahn Südwestgrat zur neuen Bergstation Münchner Haus (2,5 Std.)

Durchquerung

"Zugspitztour"
Bergwandern von Hütte zu Hütte auf den höchsten Berg Deutschlands

Garmisch-Partenkirchen – Reintal – Reintalangerhütte – Knorrhütte – Münchner Haus (Zugspitze) – Knorrhütte – Gatterl – Ehrwald

Der detaillierte Routenverlauf mit allen wichtigen Informationen ist im kostenlos erhältlichen Faltblatt "Zugspitztour" beschrieben.

Alpine Klettertour

Jubiläumsgrat: Vom Osterfelderkopf über Alpspitze-Ferrata, Grieskarscharte (2463 m) und Höllentalspitzen
Der Jubiläumssteig ist kein Klettersteig, sondern eine hochalpine Tour!
Er ist ein langer, über weite Strecken ausgesetzter Grat in hochalpinem Gelände, der alpine Erfahrung (absolute Trittsicherheit, Schwindelfreiheit) und Orientierungssinn verlangt. Der II. Schwierigkeitsgrad des Felskletterns muss seilfrei beherrscht werden!
Bei Vereisung, Neuschnee oder auch Nässe wird diese Tour gefährlich. Sie ist daher nur bei bestem Wetter und bei guten Verhältnissen anzuraten.
Ausrüstung: Klettersteig-Sicherheitsausrüstung. Dauer: 11–13 Std.

Bergstation der Alpspitzbahn (2050 m) "Nordwandsteig" zur Alpspitze-Nordwand rechts ab über die "Ferrata" (Klettersteig) zum Nordwestgrat  entweder durch Rinne hinauf zum Alpspitzgipfel (2620 m) oder den Sicherungen folgend zum Südwestgrat Grieskarscharte (2463 m)  Jubiläumsgrat (3 Std.)  in Westrichtung Vollkarspitze (2618 m) Äußere Höllentalspitze (2720 m) Jubiläumsgrathütte (2684 m, DAV-Sektion München, offene Unterstandshütte für Notfälle; eine neue Biwakschachtel wird im Sommer 2011 errichtet) Mittlere Höllentalspitze (2743 m) Einmündung des Brunntalgrat-Steiges (Notabstiegsmöglichkeit zur Knorrhütte) Innere Höllentalspitze (2741 m, 3 Std.) auf Grat (größtenteils drahtseilversichert, stellenweise II.Grad, sehr ausgesetzt) die Einmündung des Höllentalanstiegs Zugspitze-Ostgipfel (44,5 Std.) Münchner Haus

Achtung: Nur sehr sicheren und schnellen Bergsteigern ist es möglich, nach Auffahrt mit der ersten Alpspitzbahn den Zugspitzgipfel über den Jubiläumsgrat an einem Tag zu erreichen. Deshalb wird gerne auch im Kreuzeckhaus (1652 m, Zufahrt mit der Kreuzeckbahn) übernachtet, anderntags sehr früh gestartet und über die "Schöngänge" (gesicherter Steig) das Grieskar, die Grieskarscharte und der Jubiläumsgrat erreicht (ca. 4,5 Std.).
Mitglieder der DAV-Sektionen München & Oberland können hierfür die Trögelhütte (1429 m) als Stütz- und Ausgangspunkt nutzen.

Karten

 

Literatur

 


AV 4/2, 4/3, AV BY 8, FB 322, TK L 8532, TKU 5

 

• AVF + GF Wetterstein mit Mieminger Kette

Die "Münchner" Berghütten

• Kostenloses Faltblatt "Bergerlebnis Wetterstein" in den Servicestellen
erhältlich
Download Datei Download [2,2 MB]

• Kostenloses Faltblatt "Zugspitztour" in den Servicestellen erhältlich
Download Datei Download [1,1 MB]

• Kostenloses Faltblatt "Wandern und Bergsteigen umweltfreundlich im
Werdenfelser Land"
(vergriffen)
Download Datei Download [1,1 MB]


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