Tourenbeschreibung Chiemgautour
1. Tag: Hohenaschau – Hofalm – Riesenhütte
Die Bahn bringt Sie bequem nach Aschau im Chiemgau, von wo Sie zu Fuß oder mit dem Bus den Ausgangspunkt Hohenaschau erreichen. Dort folgen Sie der Schlossbergstraße über die Prienbrücke, gehen anschließend links und halten sich beim Wegweiser "Hammerbach, Weg Nr. 10" rechts. Vorbei an der ehemaligen Schmiede, die an die in dieser Gegend über Jahrhunderte blühende Eisenindustrie erinnert, erreicht man das restaurierte „Kohlenbarrenhaus", wo der Wanderweg beginnt. Er führt über einen Bachgraben und durch schönen Laubwald ansteigend zu einer Verzweigung (bei Nässe rutschig). Rechts gelangen Sie ganz gemütlich zur Hofalm (970 m), wo zur Weidesaison Almspezialitäten angeboten werden.
Gestärkt wandern Sie der Markierung 26 folgend über die Wiesen, vorbei an einem ehemaligen Kalkbrennofen, und treffen auf einen Fahrweg, der Sie zur gemütlichen Riesenhütte (1346 m), dem ersten Tagesziel, bringt. Die Umgebung eignet sich für kleine Erkundungstouren im Almgelände oder zu den beiden leichten Hüttengipfeln Spielberg (1440 m) und Riesenberg (1449 m).
↑ 720 Hm, 2,5–3 Std.*
2. Tag: Riesenhütte – Predigtstuhl – Klausenberg – Brandelberg – Spitzsteinhaus
Nach einem ausgiebigen Frühstück setzen Sie die Wanderung zunächst auf dem Fahrweg fort und zweigen hinter den Riesenalmen links auf den Weg Nr. 26 hinunter zur Holzerhütte ab und halten sich etwa 200 m nach der Hütte rechts. An der Bergwachthütte vorbei geht es über einen Wiesenhang hinauf zum Kamm und rechts auf den Gipfel des Predigtstuhls (1494 m).
Nun dürfen Sie sich auf eine herrliche, aussichtsreiche Gratwanderung teils über abschüssige Grashänge zum Klausenberg (1554 m) freuen. Die Klausenhütte ist leider nicht mehr bewirtschaftet. Der Weiterweg (Nr. 10) führt westlich am Zinnenberg vorbei, über die weiten Wiesen der Feichtenalm und hinauf zum Kamm des Brandelbergs.
Westlich unterhalb des Gipfels vorbei geht es hinunter in den Sattel und jenseits über felsiges Gelände wieder bergauf und auf der Ostseite des Spitzsteins unterhalb seiner eindrucksvollen Felswände entlang zur Aueralm und in wenigen Minuten zum Spitzsteinhaus (1252 m), wo Sie sich ein reichhaltiges Abendessen verdient haben.
↑ 450 Hm, ↓ 560 Hm, 4–5 Std.*, Trittsicherheit erforderlich
3. Tag: Spitzsteinhaus – Spitzstein und zurück – Sachrang – Priener Hütte
Ausgeruht erklimmen Sie – am besten vor Sonnenaufgang – mit leichtem Rucksack den Spitzstein (1596 m), von wo Sie ein prächtiges Panorama genießen. Der Anstieg ist etwas steil und felsig, aber problemlos zu meistern (↑↓ 340 Hm, 2 Std.).
Von der Hütte geht es anschließend östlich über Almböden und durch Wald zur Mesneralm, dann ziemlich steil hinab zu einem Almweg. Er mündet in eine Fahrstraße, die links nach Sachrang (738 m) führt. Im Tal überqueren Sie die Bundesstraße und folgen dem Fahrweg Richtung Priener Hütte. Gut 20 Minuten nach einer scharfen Rechtskehre mit einer Hütte zweigen Sie links ab.
An der nächsten Verzweigung können Sie wählen: Rechts kommen Sie an der Talalm vorbei wieder auf den Fahrweg und auf ihm zur Priener Hütte (1411 m). Links geht es auf Almwegen zur Schreckalm (1400 m) und weiter ebenfalls zum Alpenvereinshaus. Lassen Sie sich auf der sonnigen Terrasse oder in der gemütlichen Gaststube die Spezialitäten aus der Hüttenküche schmecken!
Ohne Spitzstein: ↓ 540 Hm, ↑ 700 Hm, 4 Std.*
4. Tag: Priener Hütte – Geigelstein – Weitlahnerkopf – Dalsensattel – Bergstation der Kampenwandbahn
Auf der letzten Etappe durchwandern Sie das Naturschutzgebiet Geigelstein. Von der Priener Hütte gehen Sie Richtung Norden an der kleinen Bergwachthütte vorbei und in einem weiten Bogen über die Hänge des Geigelsteins in den Sattel unterhalb seines Gipfels (wegen Erosionsschäden bitte nicht direkt aufsteigen!). Nach weiteren 10 Minuten stehen Sie am Gipfelkreuz (1813 m) und am höchsten Punkt der gesamten Tour.
Nun wandern Sie gemütlich ohne größere Steigungen über die Hochfläche der Roßalm (1680 m, im Sommer Getränke) und zum Weitlahnerkopf (1615 m). Von seinem Gipfel führt ein kleiner Steig über eine drahtseilgesicherte Stelle, die Trittsicherheit erfordert, steil hinunter zum Dalsensattel (1050 m).
Nun liegt der letzte Anstieg vor Ihnen: Auf Weg Nr. 20 kommen Sie noch einmal ganz schön ins Schwitzen, bis die Bergstation der Kampenwandbahn (1467 m) erreicht ist. Dort können Sie sich beim Berggasthaus Sonnenalm oder auf der Möslarnalm stärken, bevor Sie ganz entspannt mit der Seilbahn wieder nach Hohenaschau hinunterschweben.
↑ 850 Hm, ↓ 800 Hm, 4,5–5,5 Std.*, Trittsicherheit erforderlich
* Angegeben ist die Gesamtgehzeit ohne größere Pausen.
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