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Heinrich-Schwaiger-Haus
pünktlich zum einhundertzehnten Geburtstag wiedereröffnet

Am 30. Juni wurde das Heinrich-Schwaiger-Haus (2.802 m) der Alpenvereinssektion München am Großen Wiesbachhorn über Kaprun in den Hohen Tauern nach dreijährigen Sanierungsarbeiten in einem feierlichen Rahmen wiedereröffnet. Bei bestem Bergwetter dankte der Sektionsvorsitzende Günther Manstorfer allen beteiligten Firmen und Handwerkern ganz besonders für die geleisteten Arbeiten.

 

 

Ludwig Wucherpfennig, Vizepräsident des Deutschen Alpenvereins, stellte in seinem Grußwort insbesondere die alpine Bedeutung des Heinrich-Schwaiger-Hauses und die Verantwortung der Alpinen Vereine für die Erhaltung der Schutzhütten und Zustiegswege auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten heraus. Auch Vertreter der Gemeinde Kaprun, benachbarter Sektionen oder der Verbund Hydro Austria waren den eindrucksvollen und landschaftlich einzigartigen Weg vom Mooserboden auf die Hütte heraufgestiegen, um an der Feier anlässlich der Wiedereröffnung und des 110-jährigen Bestehens des Heinrich-Schwaiger-Hauses teilzunehmen und dem Haus wie auch dem neuen Pächter Josef Murr und seiner Mannschaft alles Gute und einen erfolgreichen Hüttenbetrieb zu wünschen.

 

Intime Kenner des Heinrich-Schwaiger-Hauses lobten die Umbauarbeiten in höchsten Tönen: Einerseits ist es gelungen, den Charme der Hütte in den Gaststuben und Schlafräumen originalgetreu zu erhalten. Andererseits wartet die Hütte heute mit allerlei Annehmlichkeiten auf, die auf dieser Höhenlage alles andere als selbstverständlich sind. So wurden die Sanitärräume komplett neu errichtet und die Hütte auf 2.802 m mit Duschen (!) ausgestattet. Funktionale Schuhtrockner und Trockenräume sorgen heute zuverlässig dafür, dass die Ausrüstung am nächsten Morgen wieder trocken ist. Sämtliche Zimmer und Lager wurden mit neuen Matratzen und Decken ausgestattet und vermitteln eine wohlige Atmosphäre.

 

Die Wasserversorgung, bislang Achillesferse der Hütte, wurde komplett neu konzipiert und mit modernsten Filtertechniken für die Sicherstellung der Wasserqualität ausgestattet. Auf behördliche Anordnung hin wurde die Hütte zudem mit einer vollbiologischen Kläranlage ausgestattet – ein gelungenes Beispiel für praktizierten Umweltschutz im Nationalpark Hohe Tauern. Revolutionär dürfte auch die Energieversorgung auf der Hütte sein: Statt eines lärmenden, rußenden Hüttendiesels erfolgt die Stromversorgung heute komplett lautlos – in die Trasse der alten Materialseilbahn wurde ein Stromkabel eingezogen, womit die Hütte heute über eine direkte Stromanbindung ins Tal verfügt.

 

Über € 850.000 wurden von der Sektion München mit erheblichen Zuschüssen des DAV-Dachverbandes in die Sanierung der Hütte gesteckt. Viel Geld für eine Hütte, die nur von Ende Mai bis Ende September geöffnet hat. Wer einmal heroben war und den fantastischen Ausblick auf die Kapruner Hochgebirgsstauseen, das Kitzsteinhorn oder hinaus Richtung Kaisergebirge oder Berchtesgadener Alpen genossen hat, mag verstehen, warum man dieses alpine Kleinod mit viel Aufwand erhalten hat. Und dann wartet hinter der Hütte ja noch das Große Wiesbachhorn – mit 3.564 m Höhe der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe auf seine Besteigung. Bergsteigerherz – was willst du mehr?

 


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