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Ein herzliches "Grüß Gott" auf der Höllentalangerhütte!

Aufregende Erlebnisse hatten wir in den vergangenen Sommersaisonen schon einige. Vor allem technische Defekte der Materialseilbahn und Stromversorgung etc. haben uns so manches Mal vor neue Herausforderungen gestellt. Auch die Natur zeigte uns ihre Grenzen. So wurde uns beispielsweise mehrmals aufgrund heftiger Gewitter die Wasserversorgungsanlage stillgelegt.
Dank toller Unterstützung unserer Mitarbeiter, welche uns auch großteils diesen Sommer wieder begleiten werden, versuchen wir unsere Gäste gut zu verköstigen und auch ein angenehmes Ambiente zu schaffen. Auch bei der einheimischen Bevölkerung im Tal sind wir sehr warmherzig aufgenommen worden, dies freut uns besonders.
Gemeinsam mit unseren Kindern blicken wir einer aufregenden Sommersaison 2012 entgegen und freuen uns wieder zahlreiche Gäste bei uns auf der Höllentalangerhütte begrüßen und bewirten zu dürfen.
Silvia und Thomas mit Lisa und Michael, Gernot, Franziska und Riccardo!
Kurzporträt der Pächterfamilie:
Wir, Silvia Reichhold und Thomas Auer können auf eine langjährige Erfahrung in der Gastronomie verweisen. Silvia Reichhold ist gelernte Köchin und hat nach ihrer Lehre in diversen Gastronomiebetrieben viel Praxis gesammelt. Thomas hat seine Kindheit auf der Braunschweiger Hütte im Tiroler Pitztal verbracht. Dort hat er das Hüttenleben kennen und lieben gelernt. Nach der dreijährigen Lehre zum Hotel- und Gastgewerbeassistenten absolvierte er die Ausbildung zum Staatlich geprüften Skilehrer und Skiführer sowie zum Langlauflehrer. Seit dem Jahr 1992 bewirtschaften wir im Winter das Familien-Wellness-Hotel im Tiroler Pitztal, direkt am Pitztaler Gletscher, welches von Anfang Oktober bis Anfang Mai geöffnet hat, sowie seit 1999 das Tiroler Wirtshaus am Locherboden in Mötz, einem kleinen Wallfahrtsort im Tiroler Inntal (ganzjährig geöffnet).
78 – 89 – 2009: Wegpunkte eines Hüttenlebens Seit 1978 war er Pächter einer Alpenvereinshütte der Sektion München. Angefangen hat alles auf der Knorrhütte, dann wurden zusammen mit der Frau Knorr- und Reintalangerhütte zeitgleich bewirtschaftet. 1989 sind sie dann in die Höllentalangerhütte umgezogen und waren seitdem mehr als 20 Jahre von Mitte Mai bis Mitte Oktober fast ununterbrochen auf der Hütte.
Im Juli haben sich Richard und Sieglinde Prommer schweren Herzens aus privaten Gründen entschlossen, ihr Leben als Hüttenpächter Ende 2009 ausklingen zu lassen. Vielleicht finden die beiden ja jetzt Zeit, die endlosen Anekdoten und Geschichterl aus dem Hüttenalltag zu Papier zu bringen – zu erzählen gäb' es sicherlich viel! An dieser Stelle vorab schon mal ein herzliches Vergelt's Gott und Danke für über drei Jahrzehnte Partnerschaft und Treue zur Sektion. Eine gebührende Verabschiedung folgt! Ab Mai 2010 wird der neue Pächter Thomas Auer zusammen mit seiner Lebensgefährtin Sylvia Reichhold die Höllentalangerhütte bewirtschafteten. Beide stammen aus der Gastronomie bzw. Hotellerie und waren bereits mehrfach auf der Hütte, um sich von den Prommers den ein oder anderen Tipp für ihr künftiges Hüttenwirtsleben zu holen. Den Neuen ein herzliches Willkommen und einen guten Saisonstart in 2010!
Portrait Richard Prommer:
Wirt der Höllentalangerhütte und Jahrgang 1945, stammt aus Ascherleben am Harz und ist aufgewachsen in Roth am See, aber wenn man mit ihm spricht, glaubt man einen waschechten Garmischer zu hören. Er wirkt nicht nur so, er ist bodenständig. Aus der Gastronomie kommend arbeitet er von 1974 an auf dem Schneefernerhaus, erst als Kellner, später als Restaurantchef. Wenn ihm Zeit bleibt, trägt er Verpflegung hinab zur Knorrhütte, dafür gibt es eine Mark pro Kilo. "Manchmal hab' ich diesen Verdienst gleich an Ort und Stelle verzehrt, dann ging's nachts wieder 'rauf zum Schneefernerhaus, wo am nächsten Morgen erneut die Arbeit wartete." Nach einer Zwischenstation als Kellner in einem Oberschleißheimer Hotel erhält Richard die Chance, sich für die Bewirtschaftung der Knorrhütte zu bewerben. Er bekommt den Zuschlag, mit einher geht sein Eintritt in die Bergwacht. Von 1978 bis 1987 ist er der gute Geist an der Schwelle zum Zugspitzplatt. Seine Frau Sieglinde lernt er gleichwohl im "Dunstkreis" der Zugspitze kennen. Sie arbeitet an der Rezeption des Hotels Schneefernerhaus, da ist Richard bereits Knorrhütte-Wirt. (Als er ab 1982 Knorr- und Reintalangerhütte betreut, führt Sieglinde als seine Stellvertreterin für vier Jahre auf dem tiefer gelegenen Stützpunkt Regie.) "Wir waren 17 Jahre verlobt, seit acht Jahren sind wir verheiratet", erzählt Prommer. Und vor allem dies ist ihm wichtig: "Ohne meine Frau wäre das alles nicht möglich. Da brauchst scho' jemand, die des mitmacht. Dann muss man auch bedenken: Wir sind 24 Stunden am Tag beieinander, und trotzdem läuft alles harmonisch." Da kann man nur gratulieren! Befragt nach Schönem und Schlechtem während 16 Jahren "Hölle" meint Richard, dass das Erstere überwiege, denn sonst würde man sich nicht immer wieder auf den Saisonbeginn freuen. Horst Höfler
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