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DAV-Hauptversammlung 2010 in Osnabrück

DAV legt Führungskrise bei und unterstützt weiterhin Olympia 2018

Auf der diesjährigen DAV-Hauptversammlung am 29./30.10.10 in Osnabrück ging es in einer lebhaften und emotionalen Diskussion um die zurückliegenden Ereignisse in der Führung im DAV, die bekanntlich zum Rücktritt von Präsident Prof. Dr. Heinz Röhle und von Vizepräsident Ulrich Kühnl führten. Ludwig Wucherpfennig, der das Präsidentenamt nach dem Rücktritt Röhles interimsmäßig übernahm, hatte die schwierige Aufgabe, Fragen nach persönlichen Schuldzuweisungen und differierende Vorstellungen von Führungsstrukturen wie auch von fachlichen Zielsetzungen im DAV auf eine sachliche Ebene zu bringen. Hierzu sei in die Zukunft zu blicken und eine Überprüfung und ggf. Überarbeitung der Strukturen in Angriff zu nehmen.

Fundierte Diskussionsbeiträge der Vorsitzenden unserer beiden Sektionen, Dr. Walter Treibel und Günther Manstorfer, trugen dabei ganz wesentlich zur Klarstellung und letztendlich zur Befriedung der verfahrenen Situation bei. Mit überwältigender Mehrheit wurde dann Josef Klenner zum neuen Präsidenten des DAV gewählt. Klenner bekleidete dieses Amt bereits von 1992 bis 2005. Als Nachfolger Kühnls wurde Franz-Josef van de Loo zu einem der vier Vizepräsidenten gewählt.

Auf dem neuen Präsidium mit DAV-Präsident Josef Klenner und den Vizepräsidenten Tamara Schlemmer, Michael Knoll, Franz-Josef van de Loo und Ludwig Wucherpfennig ruht nun die Hoffnung, dass der DAV den eingeschlagenen schwierigen Weg als Bergsport- und Naturschutzverband konsequent und glaubwürdig weitergehen kann. Unsere Sektionen werden dies unterstützen, den Weg des Dachverbandes aber auch immer wieder überprüfen.

Ein aktueller Prüfstein ist die, um im Bergsteigerjargon zu bleiben, Gratwanderung bei der Olympiabewerbung 2018. Hier bleibt der DAV in der Bewerbergesellschaft und in der Fachkommission Umwelt, nachdem gravierende Forderungen des DAV auf Nachhaltigkeit erfüllt wurden. Zum Beispiel ist das vom DAV konzipierte Projekt „BergTour 2018 – nachhaltige Bergsport- und Tourismusentwicklung in den Bayerischen Alpen“ sowie das ebenfalls vom DAV mitinitiierte Projekt „Natur, Kulturerbe und Bildung“ fester Bestandteil des verbindlichen Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzeptes der Bewerbung geworden. Dieses Verbleiben erzwingt zwar gewisse Kompromisse, ermöglicht aber auch, weiter umweltgerechtere und naturverträglichere Alternativen für die Abwicklung der Spiele einzufordern. Eben aus diesem Grund hat auch der Landesbund für Vogelschutz (als „reiner“ Naturschutzverband) seine weitere Mitarbeit zugesagt.

Peter Dill


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